Kann man schwitzen vermeiden?

Kann man schwitzen vermeiden?

Die Krux mit dem Schweiß

Schweiß ist ein gut bekannter Begleiter unseres Alltags. Allerdings einer, auf den die meisten Menschen gerne verzichten würden. Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass unschöne Schweißflecken unter den Achseln das sorgfältig ausgewählte Outfit ruinieren, so sorgt der typische unangenehme Geruch dann vollends dafür, dass wir uns alles andere als wohl in unserer Haut fühlen.

Dementsprechend beschäftigt sich ein ganzer Wissenschaftszweig mit der Frage, wie man den körpereigenen salzigen Quellen Herr werden könnte. Von einer Vielzahl verschiedener Antitranspirante zum Auftragen auf die Haut über spezielle Funktionskleidung bis zu Ernährungstipps gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Schweißproduktion zu hemmen oder zumindest ihre ungeliebten Folgeerscheinungen abzumildern. Einige dieser Möglichkeiten sollen hier etwas näher betrachtet werden.

Schweiß – die Klimaanlage unseres Körpers

So unangenehm sie im Alltag auch sein kann, die Schweißproduktion ist für den Wärmehaushalt unseres Körpers von enormer Wichtigkeit. Durch das Schwitzen wird übermäßige Wärme von innen nach außen abgeleitet. Evolutionsforscher vermuten sogar, dass es diese Fähigkeit des Schwitzens war, die unseren jagenden Vorfahren den entscheidenden Vorteil gegenüber ihren meist schnelleren Beutetieren bescherte. Denn auch, wenn sie diesen im Sprint meist hoffnungslos unterlegen waren, so sorgte die Körperfunktion, überschüssige Wärme über den Schweiß nach außen zu transportieren, dafür, dass die Urmenschen in der Lage waren, auch in der größten Mittagshitze längere Strecken in erhöhter Geschwindigkeit zurückzulegen. Somit konnten sie ihre Beutetiere, denen diese Eigenschaft fehlte, solange hetzen, bis diese aufgrund der fehlenden Wärmeregulierung einen Hitzeschock erlitten und ohne Schwierigkeit erlegt werden konnten.

Drei Arten von Schwitzen werden unterschieden:

  1. thermoregulatorischen Schwitzen, die übermäßige Wäre von innen nach außen transportiert
  2. nervöse Schwitzen als Antwort auf eine nervöse Erregung wie Angst oder Unsicherheit
  3. gustatorischen Schwitzens, welches auftritt, wenn man sehr saure oder scharfe Speisen zu sich nimmt oder übermäßig Alkohol trinkt.

Verantwortlich für die Schweißproduktion sind mehr als zwei Millionen Schweißdrüsen, die sich über den ganzen Körper verteilt in der Haut befinden, mit Ballungszentren in den Handinnenflächen, den Fußsohlen und der Stirn. Neben dieser Art von Schweißdrüsen gibt es noch eine zweite, die man unter den Achseln und im Intimbereich findet. Diese Drüsen scheiden neben dem normalen flüssigen Schweiß, bestehend aus Wasser, Salzen und körpereigenen Abwehrstoffen, ein eher fetthaltiges Sekret aus. Frischer Schweiß ist im Übrigen völlig geruchlos. Für den typischen Schweißgeruch sorgen auf der Haut lebende Bakterien, die die ausgeschiedenen Salze und Fettsäuren zersetzen. Eine Ausnahme bildet allerdings die Pubertät, da in dieser Zeit durch verschiedene hormonell bedingte Vorgänge im Körper auch frischer Schweiß schon riechen kann. Der Schweiß bildet überdies auf der Haut einen Säureschutzmantel, der hilft, Krankheitserreger abzuwehren. Gesteuert wird die Schweißproduktion vom vegetativen Nervensystem, welches für viele überwiegend unwillkürliche Körperfunktionen wie z.B. Verdauung, Atmung, Kreislauf und Stoffwechsel zuständig ist.

Funktionskleidung – Silber gegen Schweiß

Bei besonders schweißtreibenden Aktivitäten wie Sport stellen sich ansonsten sehr beliebte Bekleidungstextilien wie Baumwolle meist als ungeeignet heraus. Baumwolle saugt den Schweiß auf, die Folge ist feuchte bis nasse Bekleidung, die nur langsam wieder trocknet und die Gefahr birgt, dass sich ihr Träger unterkühlt. Deswegen wurde für sportliche Betätigungen so genannte atmungsaktive Funktionskleidung entwickelt. Dabei wird folgender Effekt genutzt: Durch sportliche Betätigung kommt es zu einem Temperaturanstieg des Körpers gegenüber der Umwelttemperatur, der dafür sorgt, dass sich der Luftdruck direkt über der Haut erhöht. Der Schweiß, der zur Kühlung verdunstet, wird durch den höheren Luftdruck vom Körper von der Haut weg nach außen gedrückt. Während „normale“ Bekleidungsmaterialien entweder eine Barriere bilden oder den Schweiß aufsaugen, lassen atmungsaktive Funktionstextilien den entstandenen Wasserdampf mehr oder weniger gut durch und schützen so den Körper vor dem Auskühlen. Der Nachteil: Vor dem typischen Schweißgeruch schützen sie leider nicht. Um auch diesen wirkungsvoll zu bekämpfen, setzen immer mehr Textilhersteller darauf, ihren Stoff mit Silbernanopartikeln zu versetzen. Die antibakterielle Wirkung des Silbers sorgt dafür, dass die körpereigenen Bakterien den Schweiß nicht mehr in seine übel riechenden Bestandteile zersetzen können. Die Kleidung riecht weiterhin frisch.

 

 

Silber – Gefahr oder Segen

Schon in der Antike wussten die Menschen von der keimtötenden Wirkung von Silber und dies gilt bis heute. Wo fand bzw. findet Silber Anwendung?

  •  die alten Ägypter verwendeten beispielsweise Verbände aus Blattsilber, um Wundinfektionen zu verhindern.
  • Heutzutage werden Haushaltsgegenstände wie mit Nanosilber versetzt, um sie „keimfrei“ zu machen
    • Zahnbürsten,
    • Schneidebrettchen,
    • Waschbälle und
    • Duschschläuche

Die Gefahr ist offensichtlich. Eine keimfreie Umgebung ist für gesunde Menschen weder nützlich noch wünschenswert, da sie die körpereigenen Abwehrkräfte schwächt. Dagegen erfüllt Silber in der Krankheitsbekämpfung immer noch einen wichtigen Zweck.

Silber ist ein natürliches Breitbandantibiotikum, welches auch heute noch in der modernen Medizin eingesetzt wird. Der inflationäre Gebrauch von Nanosilber in Bekleidung und Alltagsgegenständen kann dazu führen, dass Resistenzen gegen Silber entwickelt werden und somit ein wichtiges Heilmittel wirkungslos wird. Auch im Hinblick auf den Umweltschutz gibt es Bedenken. Denn die Nanosilberpartikel in der Kleidung sind nicht waschfest. Mit jedem Waschgang werden Silberionen aus den Textilen herausgewaschen und landen im Abwasser. Das trifft am meisten dann zu, wenn die Nanopartikel nicht in die Fasern eingearbeitet, sondern nur an der Textiloberfläche befestigt sind, wie das bei rund 90% der Produkte der Fall ist. Das führt zum einen zu dem Problem, dass die Silberionen die „guten“ Bakterien, die in Bio-Kläranlagen im Klärprozess eingesetzt werden, angreifen, und damit möglicherweise die Abwasserreinigung stören. Zum anderen bleiben nur etwa 90% der Nanosilberpartikel im Klärschlamm hängen, der Rest gelangt in die natürlichen Gewässer. Silber ist für Fische und andere aquatische Lebewesen schon in sehr geringen Konzentrationen giftig und stellt somit eine Gefahr für die Fauna besonders in Oberflächengewässern dar.

Ein weiteres Problem entsteht, wenn der Klärschlamm als Düngemittel in der Landwirtschaft eingesetzt wird, da das Silber ebenfalls toxisch auf Pflanzen und Mikroorganismen im Boden wirkt. Zwar ist das in vielen Bundesländern Deutschlands und Österreichs sowie in der Schweiz bereits verboten. Allerdings landen gerade in Südeuropa noch immer etwa 75% des Klärschlamms auf den Feldern. Immerhin ist Studien zufolge die Belastung des Bodens durch mit Silber kontaminierten Klärschlamm noch zu gering, um wirklichen Schaden anzurichten.

Allerdings könne wegen des steigenden Nanosilbergehaltes im Klärschlamm durch immer mehr silberhaltige Produkte sowie der Anreicherung von Silber im Boden durch wiederholtes Düngen ein Risiko für Organismen nicht ausgeschlossen werden.

Antitranspirant statt Silber

Fakt ist, dass im Hinblick auf die Gefahren durch Nanosilber noch viele Fragen offen sind. Viele Experten, darunter der Umweltrat der Bundesregierung und das Bundesinstitut für Risikobewertung, sind deshalb der Meinung, dass es besser sei, wenn Hersteller Nanosilber so lange mieden, bis die Risiken für die Umwelt und die menschliche Gesundheit geklärt sind.

Verbrauchern wird geraten, sich bei der Schweißbekämpfung lieber auf altbewährte Methoden wie regelmäßiges Waschen und Antitranspirant zu verlassen. Doch viele handelsüblichen Deodorants halten nicht lange vor.

Wer nasse Flecken unter den Armen und unangenehme Gerüche beim Sport und im Alltag vermeiden will, für den kann KaSa Deo eine Lösung sein. KaSa Deo ist ein Antitranspirant speziell gegen starkes Schwitzen. Sein Wirkstoff (Aluminiumchlorid) dringt in die Schweißkanäle, verbindet sich mit dem dortigen Keratin und verengt so die Drüsenausführungsgänge. KaSa Deo wird abends vor dem Schlafengehen auf die betreffenden Hautstellen aufgetragen. Durch die regelmäßige Anwendung wird somit eine Art Barriere aufgebaut und die Schweißproduktion vermindert.

Der Vorteil: Unangenehme Flecken und der typische saure Geruch können gar nicht erst entstehen. Daher ist KaSa Deo auch besonders für die Anwendung unter den Armen geeignet, da dort Schweißgeruch besonders schnell entsteht. Grund dafür sind die apokrinen Schweißdrüsen, die neben dem normalen Schweiß noch ein fetthaltiges Sekret absondern und das feucht-warme Klima an dieser Stelle, welches einen idealen Nistplatz für schweißfressende Bakterien bietet.

Da beim nervösen Schwitzen im Gegensatz zum thermoregulatorischen Schwitzen besonders Hände und Füße betroffen sind, gibt es auch ein Gel von KaSa Deo, welches speziell für diese Körperregionen gedacht ist. Somit ist man in allen Lebenssituationen bestens geschützt, auch ohne auf silberversetzte Funktionskleidung zurückgreifen zu müssen.

You Might Also Like

Keine Kommentare

Antwort hinterlassen